Gestern habe ich DAS Geheimnis gelüftet: Ich habe „The secret“ in meinen DVD-Player geschoben und für Dich angeguckt. Ich weiß, das Buch zu lesen, wäre natürlich eigentlich sinnvoller gewesen, aber dann hätte ich es mir vorher kaufen müssen und hätte viel länger dazu gebraucht, Dich mit einer Besprechung zu beglücken.
Zunächst muss ich sagen, dass ich es ganz großartig finde, dass ein Buch (oder Film) mit solch profunden WAHRHEITEN, ein so riesiges Publikum findet, wie „The Secret“. Ist ja wirklich ein Millionen-Weltbestseller. Wenn jede Leserin und jeder Leser nach den dort vermittelten Gesetzen leben würde, könnte ich mir diesen Blog sparen, nur noch ein bisserl Däumchen drehen und schon wäre das GOLDENE ZEITALTER DA.
Aber ganz so einfach ist es dann doch nicht. Denn zumindest der Film hat ein kleines Problem. Ach, mal nicht so schnell Gerald, habe Dir ja noch gar nicht erzählt, was das Geheimnis überhaupt ist, was da gelüftet wird. Es handelt sich um das Gesetz der Anziehung, der Resonanz: Haben wir dauernd Angst, ziehen wir Situationen in unser Leben, die die Angst bestätigen, sind wir wütend, bekommen wir Begebenheiten serviert, die uns scheißwütend machen und wenn wir Wohlstand, Freude und Glück aussenden: Ta da, gigantisches Anwesen, Supermodelfreundin, Masarati und immer einen freien Parkplatz. Bitte sehr.
Dieser Fokus aufs Materielle ist so ein kleiner Knackpunkt des Films (Buch weiß ich nicht, wird vermutlich ähnlich sein). Ein Autor, der in dem Film zu Wort kommt, Name ist mir gerade entfallen, stellte das Geheimnis auf die Probe, visualisierte ordentlich Kohle, die er mit seinem Buch verdienen wollte, visualisierte eine fette Villa und so weiter – und bekam alles. Das kann auch durchaus sein, dass es klappt. Aber falls Du solche Wünsche haben solltest, könntest Du Dir die folgenden Frage stellen:
Warum?
Was sind meine Motive? Warum will ich irgendwas auf die Probe stellen? Weiß ich innerlich nicht, ob es funktioniert? Mache ich irgendwas nur aus Neugierde? Dann wäre mein Suchen nicht tief, nicht wahrhaftig genug.
Und der Wunsch: „Ich will Millionär sein“ ist wohl eher ein Ego-Wunsch, als dass er einem tieferen Verständnis zugrunde liegt. Wenn ich natürlich sagen würde: Ich möchte Millionär sein, weil ich ein neues, fantastisches Freie-Energie-Projekt unterstützen möchte, was die Menschheit retten kann, wäre es etwas anderes.
Der Knackpunkt ist also das Motiv, das, wenn es auf Gier oder Macht basiert, eher einem Pakt mit dem Teufel ähnelt. Denn auch die Dunkelheit erfüllt Wünsche und das oft zügiger als LICHT und LIEBE.
,Du willst als Politiker groß rauskommen und ordentlich Macht haben? Bitte sehr, hau nur die Konkurrenten weg, mache, was ich, der Ungeist, verlange und es wird so eintreten, wie Du es Dir wünscht.` Das ist tatsächlich so wie in Star Wars, wo sich Anakin Skywalker schließlich für die dunkle Seite der Macht entscheidet und zu Darth Vader wird. Denn das Gesetz der Anziehung funktioniert nicht nur mit den höheren, sondern besonders effizient auch mit den ganz niedrigen Schwingungen. Diese dunklen, niedrigen Schwingungen sind aber noch in jedem, wirklich jedem Menschen vorhanden. Wir haben alle eine Resonanz für dunkle Energien in uns, die wir rufen können, was aber natürlich durch die Gesetzmäßigkeiten des Karmas nur kurzfristige Ego-Erfolge erfüllt und uns spirituell nicht weiterbringt. Es wäre also sinnvoll, weise mit seinen Wünschen umzugehen. Es wäre sinnvoll, zu prüfen, ob es Herzenswünsche sind. Wie Du das Dunkle in Dir auflösen kannst, findest Du hier:
www.puramaryam.de/heil.html
Wie mache ich das nun aber mit den Wünschen, ich ans Universum richten möchte? Ich fiel in der Vergangenheit damit oft auf die Fresse. Zwar hatte ich immer mein großes Ziel im Auge, Menschen unterhaltsam zu inspirieren, ich dachte damals im Fernsehen, aber ich erwartete zwischendurch immer, dass der entscheidende Schritt in dem jeweiligen Moment eintreten würde. Dachte: ,ah, da, das Zeichen, jetzt geht´s los! Jetzt geht’s los!´ Aber im letzten Augenblick vor der Verwirklichung bekam ich immer einen rein: Bekam mehrere Jobs beim Fernsehen doch nicht, obwohl ich sie schon versprochen bekommen habe, mein Manuskript eines Buches, das ich mir als Beginn einer wunderbaren Karriere ausgemalt habe, wurde von dem Verlag, in dem ich gearbeitet habe, abgelehnt. Von zwei verschiedenen Lektorinnen, die mir eigentlich wohlgesonnen waren: „Tut mir leid, aber wir sehen nicht, dass es eine Relevanz für ein größeres Publikum hat. Und die sprachlichen Fähigkeiten bügeln das leider auch nicht aus.“ Anschließend bot sich mir, so verstand ich es jedenfalls, die Möglichkeit in einer Zeitschrift, der Nexus, eine Kolumne zu schreiben, und … wieder Pustekuchen.
Ich wurde regelrecht aus meinen Träumen gerissen und zu Boden gehauen. Immer wieder. Die meisten meiner Freunde fanden darüber hinaus ziemlich bekloppt, was ich so dachte. Angesteckt von meiner Art zu leben, habe ich damals keinen so richtig. Ich will die Welt verändern und schaffe es noch nicht mal bei meinen engsten Freunden?
Aber dies alles war außerordentlich heilsam. Ich richte keine Erwartungen mehr ans Universum. Erwartungen werden nämlich nicht erfüllt. Tja, blöd gelaufen, ne. Außerdem musste ich noch viel lernen, bevor ich meine Aufgabe antreten konnte und zwar im Besonderen: DEMUT. Das war meine wichtigste Erfahrung in letzter Zeit, echte DEMUT vor DEM WAS IST, die Verabschiedung vom Ego. Dies gelang mir zumindest schon mal in der Meditation. Ohne diese Erfahrung wäre ich garantiert auf eine schiefe Bahn geraten, wovor ich natürlich immer noch nicht gefeit bin. Immer wieder warten Stolpersteine, immer wieder werden wir geprüft.
Zuletzt klappte dann aber wirklich alles, was ich von Herzen wollte: Meine Frau bekam einen Job als Ärztin für Geburtshilfe in Berlin, ich LIEBE nämlich Berlin und wir mussten so nicht wegziehen, wir wohnen nach langem Ringen in genau der Wohnung, die wir wollten, mein Sohn geht in die Schule, die wir uns ausgeguckt haben, an der Wand unseres Esszimmers hängt genau das Bild, was ich da hängen haben wollte und ich mache genau das, was ich am allerliebsten möchte: Dir schreiben, Dich inspirieren, Dich bestärken, Dir einen möglichen Weg zeigen.
Und was der Film wirklich sehr schön zeigt, ist, dass wir in FREUDE an das denken sollten, was uns wirklich am Herzen liegt. Was ist Dir wirklich wichtig? Was würdest Du machen wollen, wenn Du alles machen könntest und Du damit Deinen Lebensunterhalt ausreichend verdienen würdest? Egal ob es unrealistisch scheint oder nicht. Diese Frage habe ich mir gestellt und die Antwort bekommen, dass ich eine unterhaltsame Talkshow mit spirituellen Inhalten machen möchte. Dieser Wunsch wurde über die Zeit noch etwas umgeformt und diesen Weg gehe ich jetzt. Weil er mir am Herzen liegt. Und es liegt mir nicht am Herzen, damit in erster Linie Geld zu verdienen. Das wird, da bin ich mir sicher, irgendwann eine Begleiterscheinung sein und dann ist es auch in Ordnung. Kann dann ja sinnvolle Dinge mit dem Geld machen. Aber es ist nicht meine Motivation.
Lass uns also auf unsere Gedanken und unsere Gefühle achten. Sie sind mächtig. Sie manifestieren sich in der materiellen Welt. Lass uns neben unseren persönlichen Wünschen auch auf unsere Ansichten über die „Realität“ achten. Fast jeder denkt, dass es Krieg immer geben wird, dass Politiker lügen, dass die Welt nun mal ungerecht ist und ´bitte schön, ihr habt es nicht anders gewollt´, ist das genau die Realität, die wir haben. Aber so muss es nicht für immer sein. Lasst uns eine NEUE Welt denken und fühlen. Du kannst bei Dir anfangen. Du kannst die für Dich ideale Welt denken, visualisieren und fühlen. Dabei ist es ratsam immer FÜR etwas, nie gegen etwas zu sein. Wenn wir das tun, tragen wir genau dazu bei, dass sich das, was viele Utopie nennen, tatsächlich entfaltet. JA, das machen wir!




