Wir befinden uns in apokalyptischen Zeiten. Bürgerkriege, Erdbeben, Tsunami, Supergau. Da könnte einem doch wirklich Angst und Bange werden, zumal die Medien alles dafür tun, genau diese Ängste noch zu potenzieren. Ich habe auf bild online nicht gezählt wie oft die Worte Angst, Panik, Schrecken und Gau genau auftauchen, aber selbstredend etliche Male und dazu noch in große horrorfilmartige Lettern gekleidet. Was genau bringt das eigentlich? Sind die minütlichen Horrormeldungen wirklich Information? Information, die uns vielleicht auch weiterbringen kann?

Einen guten Nebeneffekt hat in diesem Fall die Angstmache, denn immer mehr Menschen merken, dass man die Natur nicht einfach mit Hilfe von Technik beherrschen kann. Merkwürdigerweise braucht es immer eine Katastrophe, um zu erkennen, dass beispielsweise Atomkraftwerke nicht unbedingt im erdbebengefährdetsten Gebiet der Erde errichtet werden sollten. Tja, aber wer nicht hören will…

Unter Anderem durch die Medien und das Internet werden Katastrophen global, sie gehen jeden Einzelnen etwas an. Doch wie soll jeder Einzelne darauf reagieren? Mit Angst? Wem wäre damit geholfen? Wenn jetzt jeder Angst vor einer eventuellen radioaktiven Wolke hätte, würde das irgendwie die Situation lösen? Angst ist tatsächlich eines der Themen, die mich bereits seit langer Zeit beschäftigen. Früher, als Kind und als Jugendlicher hatte ich vor vielem Angst. Als Kind am Meisten vor bösen Träumen und einem Atomkrieg. Als Jugendlicher vor Entblößung, Zurückweisung und Versagen.

In meiner jetzigen Lebensphase habe ich ausschließlich situative, triebhafte Angst. Also wenn ein Lastwagen auf mich zurasen oder ich über einem Abgrund balancieren sollte. Sorgen sind mir tatsächlich unbekannt. Ulkig finde ich immer die Frage, ob man sich Sorgen machen muss. Ich denke, dass man sich wirklich niemals Sorgen machen muss. Wir sollten aufmerksam, sollten zentriert, sollten innerlich stark und sicher sein. Sorgenfreiheit ist nicht das Gleiche wie Sorglosigkeit im Sinne von Fahrlässigkeit. Sorgen macht sich nur der Intellekt und das Ego. Es sind nutzlose, krankmachende Gedanken.

Wir leben in einem energetischen Feld, inmitten von Schwingungsfrequenzen. Wenn wir auf Katastrophen mit Angst reagieren, speisen wir genau diese niedrige Frequenz in das Feld ein. Wenn wir aber zum Beispiel mit MITGEFÜHL reagieren, wenn wir für die Opfer, für die Hinterbliebenden und nicht zuletzt für unsere Welt meditieren und beten, speisen wir hohe Schwingungen ein. Wenn diese viele Menschen tun, was dieser Tage stattfindet, potenziert sich diese Kraft noch. Genau das ist die Chance, die in Katastrophen steckt, so schrecklich sie im Moment sein mögen. Sie können letztendlich etwas NEUES zu Tage fördern. Ich vergleiche das immer mit einer Geburt. Währenddessen ist es nicht gerade ein Spaziergang, die Frauen werden zum Teil von unerträglichen Schmerzen gepeinigt, aber letztendlich hat sich alles gelohnt, weil ein neues Leben geboren wurde. Ich bin davon überzeugt, dass die Welt sich transformiert. Was nicht im Einklang ist, geht unter. Und wer will, transformiert mit. Und selbst wenn man das nicht glauben sollte, ist es doch so: Zuversicht fühlt sich sehr viel schöner an als Angst und Resignation.