Kinder wie die Zeit vergeht. Sieben Jahre ist es her, dass Gottes eigenes Land angegriffen wurde.

Und gerade gestern habe ich, zugegebenermaßen nur in den Werbepausen von Grey´s Anatomy und Men in Trees, mal ein bisserl in eine äußerst objektive Doku auf N24 über diese haarsträubenden „Verschwörungstheorien“ gezappt. Der Aufbau der investigativen, bestimmt total integeren Doku war wie folgt:

Erst sah man einen von diesen Theoretikern, immer in extrem unvorteilhaftes Licht getaucht, mit schlechtem Ton versehen und mies bis gar nicht geschminkt, selbst schuld, ein kurzes, sehr kurzes Statement zu ihren Theoriegebilden abgeben, bevor dann ein oder gleich mehrere Sprecher der „Fakten“ zu Wort kamen. Das war eine Wohltat für Aug und Ohr, sag ich Dir. Die oberobjektiven Fakten sprachen Menschen, die geradezu wundervoll ausgeleuchtet waren, sanft lächelten, und einen perfekt ausgesteuerten Ton ihr eigen nennen konnten. Die Theoretiker saßen in einem engen, dunklen Radiostudio, während die „Faktiker“ in einem Büro Platz nehmen durften, dessen Fenster den Blick auf ein großartiges Panorama freigaben. Hach wie schön. Diese, ich nenne sie mal Faktiker, hatten etwa zehn Mal so viel Redezeit und richtig prima Antworten auf die abwegigen Theorien. Zum Beispiel konnte man schließlich ein fünfzig Zentimeter Wrackteil von irgendwas sehen, was vor dem Pentagon lag. Alles andere der riesigen Boing ist natürlich durch den Aufprall auf die dicken Stahlwände pulverisiert worden. Ja, ja. Und welcher Dummi denkt denn, dass es irgendein beweiskräftiges Überwachungsbild geben müsste, wenn eine riesiges Flugzeug in das Pentagon, das am besten gesicherte Gebäude der Erde, fliegt. Die Kameras machen schließlich nur einmal in der Sekunde ein Foto und ein Flugzeug ist doch viel zu schnell, als dass man das dann auf den Bildern sehen könnte. Aber echt mal!

Wie Du aus diesen wenigen, ein klitzekleines bisschen polemischen Darstellungen entnehmen kannst, war diese Doku doch nicht so richtig objektiv. Man nehme die Argumente der Gegner, die auf den wackeligsten Füßen stehen, stelle sie unvorteilhaft dar, gebe ihnen ganz wenig Zeit sich zu äußern, nenne das ganze Theorie und stelle die sogenannten Fakten von professionell inszenierten „Experten“ dagegen, die uns ihre, eigentlich völlig hanebüchene, Sicht der Dinge mitteilen und schanze ihnen unsichtbare Beweiskraft zu. Und das ohne einen einzigen Beweis in der Hand. Aber so was profanes brauchen sie auch nicht. Schließlich sind sie im Besitz der Fakten und die anderen Spinner haben nur die Theorien.

Stellen wir uns doch mal vor, wie das Ganze vor Gericht aussehen würde. Man wollte irgendwelche Drahtzieher vom elften September vor ein ganz normales Gericht bringen und nicht vor ein Militärtribunal unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Was hätte denn die Faktenseite in der Hand:

  • Ein Überwachungsvideo von Atta am Flughafen von Portland, Maine nicht von Boston
  • Ein Pass, von wem weiß keiner, der durch die pulverisierten Trümmer des World Trade Centers in die Hände der Ermittler flatterte
  • Ein geparktes Auto mit einem Koran und einer Fluganleitung
  • Ein Testament von Atta, das glücklicherweise nicht ins Flugzeug gelangt ist und so der Nachwelt als Zeugnis dienen konnte (welcher Hirni schreibt denn ein Testament und nimmt es ins Flugzeug, das er kamikazig in ein Hochhaus ballern will?)
  • Ein Handytelefonat aus einem Flugzeug (geht das überhaupt in einer Höhe von 10000 Metern?)

Tja, das war´s eigentlich. Bisserl dünne oder? Ob da überhaupt Anklage erhoben werden würde? Kein „Entführer“ steht auf den Passagierlisten, es gibt kein Überwachungsvideo, wie die „Entführer“ in die Terrorflugzeuge einchecken, es gibt kein Bekennerschreiben, es gibt keine Flugschreiber, die die offizielle Geschichte bestätigen, es gibt keine beweisbare Verbindung zu Al Qaida und Bin Laden, es gibt keine obduzierten Leichen der „Entführer“, es gibt keine Unterlagen zu den Handytelefonaten aus dem Flugzeug von Flug 93, es gibt keine Tickets, die auf die „Entführer“ ausgeschrieben sind.

Ich würd sagen, das wird eng für die Staatsanwaltschaft. Da foltert man besser die Angeklagten sieben Jahre lang, um schließlich einem Tribunal ein akkurates Geständnis vorlegen zu können.
Aber warum spricht man bloß immer von sogenannten Fakten für die absurde Geschichte von Osama und den 19 Räubern und warum werden die, die gerne ein paar wirklich Fakten hätten, als Theoretiker abgestempelt? Wenn das FBI zu der Sache befragt wird, sagen die: „Sorry, laufende Ermittlungen“. Aber beim Herausrücken der Namen der Entführer waren sie alles andere als zimperlich. Wenige Stunden nach dem Desaster wurden Namen in die Welt geworfen, von denen allerdings gut ein drittel Menschen gehörten, die quicklebendig waren und sich doch etwas irritiert zeigten, dass es sich bei ihnen um Todespiloten handeln sollte.

Ich dachte immer, dass in einem Rechtsstaat einem Angeklagten die Schuld bewiesen werden muss und nicht umgekehrt. Ich dachte auch, dass die Medien den Regierenden genau auf die Finger gucken sollten, anstatt nur das zu entkräften versuchen, was kritische Geister gegen eine Regierung und „offizielle Stellen“ vorlegen. Aber, ich kann mich ja auch irren. Ist bestimmt auch gar nicht nötig so kritisch zu sein. Denn haben Regierungen und „offizielle Stellen“ wie Pentagonsprecher schon jemals gelogen?