An diesem Wochenende habe ich für mich eine Entdeckung gemacht, die vollkommen naheliegend ist, die mir aber dennoch nicht bewusst war. Bekanntlich stehen offizielle Systeme wie das Finanzsystem, die Religion, die Medizin, die Medien und die Politik bei mir nicht allzu hoch im Kurs. Gerade hatte ich wieder Diskussionen darüber, dass es von mir zu rigoros und viel zu einfach sei, alles über einen Kamm zu scheren und nicht zu erkennen, dass z.B. die Pharmaindustrie trotz ihrer Rücksichtslosigkeit und ihrer ungebremsten Profitgier auch Gutes tun würde. Gleiches gelte auch für die Medien, die doch schließlich Skandale aufdecken würden und es gelte für Politiker, die für ihre Ansichten und für das Gemeinwohl eintreten würden.

Ich streite auch gar nicht ab, dass in all diesen Systemen Menschen arbeiten, die in ihrem Segment gute Arbeit leisten. Für integere Journalisten stellt es natürlich einen Hohn dar, dass ich die Medien als eine Geißel der Menschheit bezeichne. Ebenso ist es für Menschen, die eine Chemotherapie überstanden haben, schwer zu ertragen, wenn ich sage, dass ich diese Therapie für extrem schädlich und unsinnig halte.

Aber, ich schweife ab, ich wollte Dir ja erzählen, welche Erkenntnis ich bezüglich Systemen und eigentlich weit darüber hinaus gemacht habe. Es ist meiner Ansicht nach immer erforderlich, die Motivation, das Fundament von etwas zu betrachten, um zu erkennen, welchen Zweck etwas verfolgt. Und bei der Betrachtung der Motivation oder des Fundaments von offiziellen Systemen ist mir etwas aufgefallen, nämlich die völlige Abwesenheit von LIEBE. Ergo ist auch alles, was über diese Systeme weitergegeben wird, also Informationen wie pharmazeutische Produkte, Reden oder Nachrichten, lieblos. Diese Informationen, die tagtäglich auf uns einprasseln und einen weitreichenden Einfluss auf unsere Befindlichkeit haben, sind lieblos.

Da jedoch in allen Systemen Menschen arbeiten, die aus LIEBE zum Beruf ihren Dienst verrichten, gibt es natürlich in jedem Segment auch positive Beispiele: Tolle Krankenschwestern, integere Journalisten, Unternehmen, die ihre Produkte LIEBEN und davon überzeugt sind, dass sie Gutes tun. Ich habe beispielsweise in einem Verlag gearbeitet, der sich neben dem Streben nach Profit auch durch die LIEBE zur Literatur ausgezeichnet hat und so nicht den Profit über alles stellte. Also überall dort, wo LIEBE aufflackert, werden selbst starre Systeme etwas aufgeweicht. Und überall dort, wo KREATIVITÄT, FREUDE an der Arbeit oder LIEBE zu guten Produkten augelebt wird, ist die Information, die auf den Konsumenten trifft, eine erfreulichere, als wenn keine LIEBE im Spiel ist. Jeder hat schon mal den Unterschied zwischen lieblos und LIEBEvoll gekochtem Essen geschmeckt. Jeder spürt den Unterschied, ob etwas in wochenlanger Handarbeit erzeugt oder am Fließband hergestellt wurde. Der Unterschied ist LIEBE. Ganz einfach.

Und wenn ich das Fundament oder die Motivation offizieller Systeme nachspüre, fühle ich keine LIEBE. Viele sagen, in diesen turbulenten Zeiten trenne sich die Spreu vom Weizen. Die Spreu ist alles das, was LIEBlos ist. Mach et jut, LIEBloses, es war schön, von Dir zu lernen, aber JETZT kannst Du auch gehen. Im Innen und im Außen.