Als ich mit meinem Blog begonnen habe, dachte ich doch tatsächlich, überzeugen zu können. Im Falle des 11. Septembers dachte ich, dass es überzeugend für eine kontrollierte Sprengung sprechen würde, wenn ein vor sich hin glimmendes Hochhaus plötzlich aus dem Nichts in Fallgeschwindigkeit in sich zusammenfällt und der Pächter im Bild auch noch sagt, dass sie entschieden hätten, es zu ziehen, was im Fachjargon sprengen bedeutet. Aber, Pustekuchen. Solange irgendeine Erklärung von offizieller Seite oder dem Spiegel publiziert wird, glaubt man dieser. Sei es auch, dass Jahre später gesagt wird, dass bestimmt thermische Ausdehnung das Hochhaus zusammenfallen ließ, auch wenn so was einmalig in der Weltgeschichte wäre. Und sei es auch dass Larry Silverstein mit „to pull“ natürlich den Abzug der Feuerwehrleute meinte, wird dies dankbar angenommen.

Die mächtigsten Argumente gegen eine Verschwörung sind, dass es zu viele Mitwisser geben müsste und so unweigerlich Informationen nach außen dringen würden und dass man sich einfach nicht vorstellen könnte, dass jemand zum Erreichen seiner Ziele in Kauf aufnehmen würde, Tausende Menschenleben zu opfern – und dann auch noch das Leben seiner Landsleute. Ich versuche erst gar nicht diese Ansichten zu widerlegen. Anhänger dieser Argumente sind nicht umzustimmen. Das weiß ich jetzt. Und das ist auch nicht mehr mein Ziel. Aber zum Denken anregen möchte ich dennoch. Weil es wichtig ist.

Außerhalb des Staatsgebiets der USA sind, wie ich neulich im Fernsehen erfahren habe, etwa 40000 Menschen ohne jeglichen Rechtsanspruch von den USA inhaftiert, werden wie Kriegsverbrecher behandelt. Gilt  für sie die in Demokratien selbstverständliche Übereinkunft, dass jemand so lange als unschuldig gilt, bis seine Schuld bewiesen ist? Von wegen. Sie bekommen keinen Anwalt, kein Gerichtsverfahren, werden gedemütigt und gefoltert. Und das von der Vorzeigedemokratie der Erde.
Unbescholtene Bürger geraten in Terrorverdächtigenlisten, werden abgehört, überwacht und in ihren Rechten beschnitten. Versteckte Zensur greift um sich. Argwohn und Hass gegenüber  Moslems sind an der Tagesordnung.
Die Militärausgaben, die die Steuerzahler blechen müssen, steigen ins Unermessliche. Obama hat für das Jahr 2009 gerade noch mal eine 10 Milliarden Aufstockung auf insgesamt über 570 Milliarden Dollar genehmigt – und das exklusive der laufenden Kriegskosten.
In den USA und zunehmend in anderen Ländern wird dem Militär gestattet, im Inneren zu operieren. Deeskalation steht beim Militär wohl nicht ganz oben auf dem Lehrplan. Geheimdienste und Bundespolizei bekommen immer mehr Befugnisse. Für den Fall eines weiteren Terrorangriffs wird in den USA das Kriegsrecht ausgerufen werden, was einer Militärdiktatur mitsamt allmächtigem Führer gleich käme. Sogenannte Präventivkriege ohne jegliche rechtliche Grundlage und trotzdem ohne rechtliche Konsequenzen sind gängige Praxis geworden. Man gibt sich gar nicht mehr die Mühe all die Toten, Verletzten und Traumatisierten zu zählen. Selbst Deutschland befindet sich in einem Krieg, der nicht gewonnen werden kann und der unter Obama noch ausgeweitet werden soll. All dieses und das ist beileibe noch nicht alles, geschieht auf Grundlage des elften Septembers.

Und jetzt frage ich: Wenn auf Grundlage eines einzigen Ereignisses all diese Gräueltaten verübt werden, wäre es dann nicht unerlässlich, dass eindeutig nachgewiesen ist, wer den elften September zu verantworten hat? Wenn der Iran einem Terrorangriff ausgesetzt sein würde und sie anschließend wild um sich ballern würden, während auch nur der leiseste Verdacht bestehen würde, dass da irgendwas nicht ganz koscher ist, würde man dann irgendwelche Busenfreunde von Ahmadinedschad mit der Untersuchung der Vorfälle betrauen und alles glauben, was die erzählen? Würde man nicht sämtliche Zeugenaussagen aufnehmen wollen, wenn es diese gäbe, würde man nicht gerne Überwachungsvideos sehen, wenn es diese eigentlich geben müsste, würde man nicht sämtliche Beweise sehen wollen, wenn diese doch vorhanden wären, würde man nicht absolute Transparenz erwarten?

Wer nichts zu verbergen hat, kann doch unabhängige Untersuchungen zulassen. So könnte sämtliches Misstrauen ab absurdum geführt werden. So könnte eine wirkliche Allianz geschmiedet werden.
Ich verstehe ja, dass die meisten Menschen offiziellen Stellen und Mainstream-Medien Glauben schenken. Was sollten sie auch sonst glauben? Aber sollte man allein auf Grundlage seines Glaubens ein Grauen dieses Ausmaßes in Kauf zu nehmen, und das ohne wasserdichte, unabhängig gefundene Beweise einzufordern? Dass einem die Aufrechterhaltung seines Weltbildes wichtiger ist als Frieden und Gerechtigkeit, will mir nicht so ganz in den Kopf. Und ich spreche nicht davon, dass jemand etwas anderes glauben soll, als er nun mal glaubt oder zu wissen meint. Und die Verschwörungsanhänger sind ja nicht weniger starrköpfig als die Anhänger der Inkompetenz- und Zufallstheorie.
Aber wenn schon Folter, Kriege und Überwachung von mir als notwendiges Übel zur Terrorbekämpfung angesehen werden soll, dann möchte ich bitteschön auch Antworten auf meine Fragen bekommen. Dann möchte ich eine Untersuchungskommission, in der auch Kritiker der offiziellen Geschichte sitzen. In jeder anständigen Kommission sind Mitglieder der Opposition vertreten, sonst ist das Ganze vollkommen unglaubwürdig. Wenn ich Obama als integeren Politiker akzeptieren soll, dann müsste er genau das zulassen und auch fordern. Schließlich glaubt in Teilen der USA mehr als die Hälfte der Bevölkerung, dass irgendwas an der offiziellen Geschichte nicht stimmt.
Wenn ein Verbrechen verübt wurde, ist es das Selbstverständlichste der Welt, dass eine objektive, umfassende Untersuchung und ein Gerichtsverfahren folgt. Zumindest nach dem allgemeine rechtsstaatlichen Verständnis. Vor allem, wenn ein Verbrechen auch noch derart weltverändernde Folgen hat. Dann müssten sämtliche Zeugen zu Wort kommen dürfen, dann müssten Bush, Rumsfeld und Cheney unter Eid aussagen, dann müsste sämtliches Überwachungsmaterial, müssten sämtliche Aufzeichnungen, sämtliche Beweise auf den Tisch. Ich finde, das sollte in einer freien Welt vollkommen selbstverständlich sein. Und ich finde, dass dies unabhängig von Glauben und Ansichten selbstverständlich sein sollte.