Morgen jährt sich die einschneidendste Begebenheit der jüngeren Geschichte. Die Begebenheit, auf deren Grundlage völkerrechtswidrige Angriffskriege salonfähig geworden sind, Foltern gängige Praxis ist, auf deren Grundlage ein Gesetz nach dem anderen verabschiedet wird, das die Bürgerrechte beschneidet und die allgegenwärtige Angst gestreut wird, dass niemand sicher sein kann. Und noch immer gibt es für die offizielle Theorie von Bin Laden und seinen 19 eifrigen Recken keinerlei Beweis, der vor Gericht Bestand hätte. Gerade zerpflückt Professor David Ray Griffin in seinem aktuellen Buch den haarsträubenden NIST-Bericht über die Gründe des Kollapses von WTC 7, der ja zunächst noch nicht mal im Untersuchungsbericht der 9/11 Kommission erwähnt wurde. Das Problem am 11. September ist, dass aufgrund der Einmaligkeit die absurdesten Gründe gefunden werden können, warum Hochhäuser aus Stahl einfach in sich zusammen fallen können. Da wird große Hitze genannt, thermische Ausdehnung oder Schäden der Architektur durch rumfliegende Teile. Tja, kann man einfach mal sagen, ist schließlich auch schwierig experimentell zu überprüfen, indem man mal ein Flugzeug ins Empire State Building ballern lässt und guckt, was anschließend mit diesem und den umliegenden Hochhäusern passiert.

Auch wenn doch eigentlich jeglicher gesunder Menschenverstand dagegen sprechen müsste, dass ein gewaltiges Hochhaus, das ein wenig vor sich hin glimmt, einfach schnurgerade in sich zusammenfällt, so wird das doch angenommen, wenn der Glaube besteht, dass es auf gar keinen Fall gesprengt wurde. Und da es nach Ansicht vieler nicht gesprengt wurde, muss doch einfach etwas anderes verantwortlich gewesen sein, so unglaubwürdig es auch sei. Ist doch pupsegal, dass auch noch Nano-Thermit, ein hochexplosiver High-Tech-Sprengstoff überall auf dem Gelände von Ground Zero nachgewiesen wurde.

Ich habe mir mittlerweile abgewöhnt, Freunde und Bekannte davon überzeugen zu wollen, dass doch wirklich alles an der offiziellen Geschichte entweder gelogen oder komplett unglaubwürdig ist. Ich kann auch keinen Mormonen davon überzeugen, dass Gott vielleicht doch kein Mann ist, der auf dem Planeten Kolob wohnt, wenn er nun mal daran glaubt. Diejenigen, die offen sind, werden schon selbst darauf kommen, die offiziellen Statements zu hinterfragen.

Eines finde ich aber noch lustig, was ich bisher gar nicht wusste. Und zwar gründet ja die gesamte Theorie der Entführer mit den Teppichmessern auf Telefonaten von Passagieren und einer Stewardess von Flug 93. Und weißte, was wirklich ne Schote ist? Ein “Zeuge” begann sein Telefonat mit seiner Mutter tatsächlich so: “Hallo Mutter, hier spricht Mark Bingham.” Ick lach mir scheckig! Ich sage meiner Mutter auch ständig meinen Nachnamen, damit sie auch wirklich weiß, wer ich bin. Wird die Anhänger der Bin Laden Story mal wieder nicht im Geringsten beeindrucken, aber was soll´s. Denjenigen, die vielleicht doch ein wenig zweifeln, lege ich die Dokumentation 9/11 Mysteries um 21.55 Uhr auf Vox ans Herz. Meine Fernsehzeitung beschreibt die Doku als fragwürdig und spekulativ. Wenn der Öffentlichkeit aber keine Beweise für eine ebenfalls fragwürdige Geschichte von Teppichmesser-Entführern vor den Latz geknallt wird, ohne sich zu drängenden Fragen nach Beweisen zu äußern, was kann man da anders als zu spekulieren? Sollte nicht die Beweislast bei denen liegen, die Kriege führen und Menschenrechte verletzen? Sollte es nicht die Pflicht eines mündigen Bürgers sein, unbequem zu sein, die Regierung zu überprüfen und nach Beweisen zu fragen? Eigentlich sollten wir aus der Geschichte mit all seinen Lügen gelernt haben. Sollten gelernt haben, dass Regierungen hier und da mal ein wenig flunkern, um gewisse Ziele zu erreichen. Immerhin wird die Stimme der kritischen Geister immer ein bisschen lauter. Das macht Mut!