Ist Wollen bereits Irrtum? Reißt uns ein Ziel aus dem Erleben des Moments heraus? Und sind diese Überlegungen sowieso nur Illusion, nur überflüssige Konzepte?

Ich habe in der vergangenen Zeit viel über diese Fragen nachgedacht. „Bereits vom Weg abgekommen“ rufen da sicher einige. Aber hat das Denken, das Reflektieren nicht auch einen Sinn? Ist die Fähigkeit des Reflektierens, des sich Hineinversetzens in andere, nicht wesentlich, um Mitgefühl geben und aus Fehlern lernen zu können? „Wir wissen bereits alles, wir müssen nichts lernen. Alles Lernen ist Illusion“ werden Advaita-Anhänger dazu sagen und sicher ist da auch was dran. Aber wir leben nun mal nicht nur im Unpolaren, im raumlosen Raum und in der zeitlosen Zeit, auch wenn es natürlich DA, auch wenn es ein wesentlicher Bestandteil unseres Lebens ist. Wir müssen aber auch HIER etwas tun. Hier in der Materie. Und das ohne zu urteilen, sondern um zu erkennen und unterscheiden zu lernen. Oder besser gesagt, sich wieder zu erinnern. Denn lernen ist erinnern. WISSEN sucht nach Entfaltung.

Zwischen unterscheiden und urteilen besteht insofern ein Unterschied, als dass etwa das sogenannte Böse als solches erkannt wird, ohne es zu verurteilen. Aber auch ohne Urteil sollten wir uns dennoch nicht manipulieren lassen. Sollten uns nicht verrohen lassen, nicht alles hinnehmen und widerstandslos über uns ergehen lassen. Denn auch wenn ich die Kontrolleure der Menschheit nicht verurteile, so nehme ich doch nicht einfach ihre  menschenverachtenden Taten hin. In ihrer Motivation handeln sie stimmig, was aber nicht heißt, dass diese auch so bleiben muss. Alles hat seine Berechtigung. Aber nur solange, wie sie diese noch hat. Denn es ist langsam mal an der Zeit für eine neue Berechtigung:

  • DA beschreibt eine Richtung, “DA lang!”, einen Weg, eine Motivation, mit der ich die Unwegsamkeiten der Materie bestehen möchte. Diese Motivation sehe ich sehr schön zusammengefasst in den GOLDENEN REGELN, die ich MARIAS Seite www.puramaryam.de entnommen habe:

    ICH LIEBE MICH

    ICH NEHME MICH AN

    ICH BIN EHRLICH

    ICH BIN DEMÜTIG

    ICH BIN DANKBAR

    ICH BEOBACHTE MICH

    ICH BIN URTEILSLOS UND WERTFREI

    ICH BIN AUFMERKSAM

    ICH BIN GEDULDIG

    ICH FREUE MICH

    ICH DIENE DEM EINEN UND DEM GANZEN

    ICH GEBE MICH DEM WILLEN GOTTES HIN

    Tja, dieser Weg ist sicher nicht der Bequemste, aber für mich der Schönste und der einzig Erstrebenswerte. Und auch wenn ich diesem Weg sicher nicht in jeder Sekunde gerecht werde, so strebe ich doch zumindest danach.

  • DA beschreibt ebenfalls das Ziel, “DA ist es“, dessen ich mir sicher bin. Ich halte es nicht fest, ich erwarte nicht einen bestimmten Verlauf, ich gebe nicht vor, wie es genau aussehen wird. Ich nenne das Ziel DAS GOLDENE ZEITALTER. Ein Zeitalter in weniger dichter Materie, ein Quantensprung des Bewusstseins, das sich in einer höheren Dimension entfalten wird. Es wird sich um eine Zeit der LIEBE, des MITGEFÜHLS, der GERECHTIGKEIT, der HINGABE, der FREUDE, der Rückbesinnung darauf handeln, dass alles EINS ist.
  • DA beschreibt DA-SEIN. Einfach zu SEIN. Im Moment zu leben, zu beobachten ohne zu werten, einfach zu spüren, achtsam zu sein, zu LEBEN ohne zu erwarten.

So will ich es tun. So will ich es vorleben. ICH BIN DA.