Da hab ich ja neulich einen Schreck bekommen! In meinem Postfach wartete eine neue Nachricht auf mich. Betreff: Bildnutzung. Oh je! Ich hatte hier einfach immer Bilder verwendet, die ich bei google gefunden habe und für die ich mitnichten die Rechte besitze. Dachte, ich habe ja keine kommerzielle Seite, aber so ganz wohl war ich mir bei der Sache nicht. Die Forderung in der E-Mail bezog sich allerdings auf meine Herr Freude-Seite, wo ich ein Bild verwende, von dem ich sicher ausging, dass es rechtefrei sei. Die Bildagentur sagt was anderes und forderte einige Hunderter von mir. Nach einem netten und verständnisvollen Telefonat hat sich die Forderung zwar halbiert, aber bisserl ärgerlich ist es trotzdem. Mal schauen, was draus wird.
Aber was red´ ich von ärgerlich. Ich kann es auch als sehr wichtiges Zeichen betrachten. Schließlich betraf die Forderung nicht die mehr als Hundert Fotos auf dieser Seite, die bestimmt Zigtausende Euros verschlungen hätten, die ich gar nicht habe. Also habe ich sämtliche Fotos, die nicht rechtefrei sind, von meiner Seite verbannt. Du musst jetzt mit nackigen Texten vorlieb nehmen. Aber als jemand, der sich zum Ziel gesetzt hat, vollständig integer zu sein, passte es auch nicht, dass ich mich bei Fotos anderer bediene und einfach mal hoffe, nicht erwischt zu werden. So geht´s ja nicht! Ein bißchen hat es auch auf mir gelastet. Ich wusste schon, dass ich was unternehmen müsste, wenn mein Gedankenkonstrukt tatsächlich eintritt. Dann könnte ich schließlich nicht ein Haufen illegaler Fotos auf meiner Seite wimmeln haben. Ich betrachte die Forderung der Bildagentur also als hilfreiches Zeichen, diesen belastenden Ballast abzuwerfen.
Sollten wir viel häufiger machen. Ich finde es immer sehr befreiend, wenn ich vor Umzügen ordentlich ausmiste. Wir haben so viel Zeug, was uns belastet, negativ erinnert und behindert. Wir tragen immer ein subtiles Gefühl mit uns rum, was uns immer wieder zuwispert, dass wir dies und das eigentlich erledigen müssten. Aber ohne den speziellen Anlass machen wir es einfach nicht. Also, ich zumindest nicht. Deshalb danke ich einfach mal der Bildagentur, dass sie mir den Anlass geliefert hat, auf dieser Seite auszumisten. Ich finde es zwar schöner, wenn der Text ein bisschen bebildert ist, aber die Aufgabe der INTEGRITÄT, die Angst entdeckt zu werden und die Tatsache, etwas Unerlaubtes zu tun, steht nicht in Relation dazu.
Jetzt, wo der Frühling vor der Tür steht, sollten wir einfach mal groß Reinemachen. Wir sollten die Dinge angehen, die wir sonst ständig mit uns rumschleppen. Unerledigtes erledigen. Lose Enden verknüpfen, die noch in unserem Leben rumbaumeln. Episoden abschließen. Wenn wir immer so ein ungutes Gefühl mir uns rumtragen, hindert es uns das daran, neue Aufgaben anzunehmen und zu erledigen. Und so wir wir während des Fastens Belastendes aus unserem Körper spülen oder mit LIEBE dunkle Energien auflösen, so können wir auch uns belastende Erinnerungsgegenstände aus unserer Wohnung entfernen, alte Klamotten entsorgen, lange aufgeschobene Telefonate erledigen. Können Altes abschließen. Damit wir frei für NEUES sind.




