Das Jahr 2010. Ich habe ein ausgezeichnetes Gefühl dabei. In diesem Jahr werde ich auch noch 37. Und 3 plus 7 macht? Wenn das nicht gespenstisch ist ; )
Im Moment bin ich gedanklich mit etwas beschäftigt, vor dem ich mich lange drückte, es Dir zu schreiben. Denn bisher sind meine Pläne oft versandet, meine Voraussagen nicht eingetroffen. Aber jetzt formt sich in meinem Kopf ein Gedankenkonstrukt, das sich so gut anfühlt, das ich Dir schließlich doch davon schreibe. Dieses Konstrukt entwickele ich zum Teil bis in kleinste Details hinein, was mir große FREUDE bereitet.
Aber, mal der Reihe nach. Vor einiger Zeit erfuhr ich, dass der Vater einer Klassenkameradin meines Sohnes ein Café aufmachen wird. An einer Stelle, die ich schon seit langem als guten Café-Ort auserkoren hatte. Da ich den Vater gerne mag, dachte ich, dass ich dort gerne jobben würde, was auch klar gehen würde. Und ein paar Nächte später hatte ich, wie ich es manchmal habe, vor dem Einschlafen eine Ideenflut. Eine Flut von Ideen für das Café. Ich tüftelte belegte Brötchen- und Brotrezepte aus, die ich noch nirgendwo gesehen habe und die ein (hoffentlich gutes) Alleinstellungsmerkmal wären. Überlegte Rezepte für den Mittagstisch, dachte sämtliche Abläufe durch. Jede kleinste Speise müsste DIE Speise sein. Müsste mit LIEBE und FREUDE gemacht sein. Faden Mozzarella-Tomaten-Ciabattas, die es an jeder Ecke gibt, würde ich es nicht gestatten, serviert zu werden. Ein besonderes Augenmerk legte ich auf Suppen, die meine absolute Koch-Spezialität darstellen. Bei jeder Suppe würde ich den Anspruch haben, die jeweils bestmögliche ihrer Art zu kreieren und so jedem Gast eine besondere FREUDE und großen Genuss zu bereiten. Ja, so dachte ich mir das. Nur, dass der Inhaber des Cafés davon nichts wusste und längst einen Koch damit beauftragt hat, ein Konzept zu entwickeln. Aber die Ideen blieben mir.
Wenige Zeit sprudelten wieder die Ideen aus mir heraus. Wieder im Bett liegend, im SEIN befindlich, dort wo die Inspiration wohnt. Diesmal hatte ich die Vision einer Fernsehsendung. Schon zu Schulzeiten war mein Traum zu moderieren, eine eigene Sendung zu haben, glaubte aber nicht so recht daran, weil ich eine Scheiß-Stimme und zu allem Überfluss auch noch einen tückischen Sprachfehler hatte. Mut fehlte mir außerdem. Aber jetzt? Mut ist DA, Stimme frisiert, Sprachfehler beseitigt. Und ich habe auch noch, im Gegensatz zu früher, ein klares Konzept. Zu viel verrate ich mal nicht, aber es hat damit zu tun, was ich als Herr Freude anstelle. Ich überlegte, welche Kameramänner ich kenne, setzte in Gedanken einen Freund als Redakteur und Freundinnen als Casterin und Aufnahmeleiterin ein, fand im Geiste spannende Orte für Hochzeitszeremonien, die von ungewöhnlichen Instrumenten und berührenden Sängern und Sängerinnen beschallt werden. Der Vater eines Freundes meines Sohnes hat zudem eine Filmproduktion, einen Medienanwalt kenne ich auch noch, da wäre doch alles in Sack und Tüten, dachte ich. In der Zeit danach lernte ich auf magische Weise Menschen kennen, die wie Puzzleteilchen haargenau in meine Gedankenwelt passten: Eine Thereminspielerin, die beim Supertalent auftrat, eine Sängerin, die sogar das schwedische Lied beherrscht, das ich so liebe und noch weitere Musikerinnen und Sängerinnen. Ein eindrucksvolles Beispiel für Synchronizität und den Satz “Wer suchet, der findet.” Nur mit dem Vater der Filmproduktion klappte es nicht und so bestehen die Pläne weiterhin lediglich auf feinstofflicher Ebene.
Einige Wochen später machte ich “genau meine Sache“, was von äußerst eindrucksvollen Erlebnissen, spektakulären Empfindungen und Gedanken begleitet war. Diese Art von Gedanken sind allerdings nicht mit Gedanken machen oder dem Nachdenken zu verwechseln, sondern sind reine INSPIRATION, die einfach zufliegt. In dieser herrlichen, meditativen “Yoga für Jedermann”-Session bekam ich die Eingebung, dass eine Stiftung ganz wunderbar wäre, die ausschließlich Projekte und Ideen unterstützen würde, die eine reine Motivation und eine schöne Wirkung für das Allgemeinwohl haben. Die meisten Stiftungen sind schließlich interessenorientiert und mitnichten altruistisch ausgelegt. Ja, ja, das sind doch alles fromme Wünsche. Eine Fernsehsendung zu entwickeln und zu moderieren, eine Stiftung zu gründen und, so formte sich mein Plan um, ein eigenes Café zu eröffnen. Jawoll! Bleibt nur der klitzekleine Haken mit dem Geld, was man dummerweise im Moment noch für solche Vorhaben benötigt. Und da kam, von einem sehr vergnüglichen und schönen Gefühl begleitet, die Lösung auf mich zugeflitzt. Ich gewinne einfach im Lotto! Ist doch ganz einfach! Ich lachte aus vollem Halse bei dem Gedanken. Aber nicht über die Absurdität, sondern eher über die Einfachheit. Wenn das Universum, wenn GOTTVATERMUTTER, wenn ALLES WAS IST und wenn ich das wollen, dann gewinne ich, mache ein LIEBENDES Café auf und gleich ein Stockwerk darüber die Fernsehproduktion für spirituelle und äufklärende Inhalte und die Stiftung für Gutes. Ein Dreigestirn, das sich synergetisch befruchtet. Über so viel Naivität können sicher viele nur grinsen und ich grinse ebenfalls gerade übers ganze Gesicht. Ich aber aus FREUDE. Mal schauen, wie alles so wird in 2010 oder auch später, denn genaue Termine verteilt das Universum nicht. Noch sind im Kopf einige Arbeitsstellen meiner Gedankenwelt unbesetzt, ich frage aber tatsächlich bereits Freunde, ob sie im hypothetischen Falle mit mir gemeinsam arbeiten wollen würden. Einige sagten bereits zu. Und so werde ich weiter freudig mein Gedankenkonstrukt formen, es immer weiter ausarbeiten, dankbar und glücklich im JETZT leben und gespannt sein, was daraus wird.
Neulich war ich übrigens in der Bibliothek, um für meine Kinder etwas auszuleihen und welches Buch liegt mir da plötzlich vor der Nase? The Law of Attraction, das sich mit dem Gesetz der Anziehung und Wunscherfüllung beschäftigt. Mal sehen, ob ich als Beispiel für die Richtigkeit dieses Gesetzes taugen werde…




