Auf der Erde herrschen männliche Prinzipien: Ordnung, Absicht, Wissen, Gesetz, Plan, Wille. Egal ob Mann oder Frau, in sämtlichen offziellen Systemen herrschen diese Prinzipien vor, denen sich zu beugen ist. Wer nicht mitzieht, scheitert. Entscheident ist dabei nicht, welchen Geschlechts der oder die jeweilige Akteur/in ist, sondern inwieweit er oder sie die männlichen Wirkungsweisen des politischen Systems beachten. Die einseitige Dominanz der Männlichkeit hat zu einer gehörigen Schieflage geführt und ist verantwortlich für Kriege, die Gier der Wirtschaft, die fehlende Nachhaltigkeit, die Ausbeutung der Welt und die allgemeine LIEB-losigkeit. Die weiblichen Prinzipien, also Mitgefühl, Fürsorge, Schönheit, Freude, Hingabe und Weisheit, wird seit Anbeginn der Geschichtsschreibung unterdrückt und bekämpft. Diese Attribute gelten als schwach oder belanglos.

In Dan Browns Sakrileg ist ja die zentrale These, dass es sich bei dem Heiligen Gral um die Weiblichkeit handeln würde. Und bei allem, was man Brown vorwerfen könnte, ist da für mich was Wahres dran. Solange das Weibliche und das Männliche nicht im Gleichgewicht sind, wird es keinen Frieden und kein GOLDENES ZEITALTER geben.

Was wir uns im Außen wünschen, muss ja zunächst im Inneren umgesetzt werden. Und auch wenn ich hier nicht der Gradmesser für äußere Entwicklung bin, so muss ich doch feststellen, dass ich immer weiblicher werde. In meiner Beziehung bin ich bereits die Frau. Nicht biologisch, aber in Bezug auf sämtliche Rollenmuster ist das so:

  • Ich trage den Nachnamen meiner Frau.
  • Ich koche, kümmere mich (so mittelgut) um den Haushalt und um die Kinder, während meine Frau die Kohle ranschafft.
  • Wenn wir im Restaurant einmal das Steak und einmal den Salat bestellen und der Kellner mir wie selbstverständlich das Steak vorsetzen möchte, müssen wir ihn zu seinem Verdutzen auf seinen Irrtum hinweisen.
  • Im Auto bin ich der Beifahrer.
  • Argumente von Frauen kann ich meist besser nachvollziehen, als die der Männer.
  • Ich öffne mich, lege mich bloß.
  • Meine erogensten Zonen sind mittlerweile Ohren, Hals, Achselhöhlen und Oberarme.
  • Ohne anständiges Vor- und Nachspiel läuft bei mir gar nichts.
  • Handwerkliche Arbeiten übernimmt meine Frau.

Vielleicht ist ja dieser ganze Metrosexuellen-Trend gar kein Trend, sondern ein Vorbote für die dringend nötige Wiederkehr der Weiblichkeit. Und es geht nicht darum, seine Männlichkeit aufzugeben, sondern, das Weibliche, das in jedem Mann steckt, zuzulassen. Im Lebensweltlichen nimmt die Weiblichkeit bereits rapide zu. Den Takt in Beziehungen geben immer mehr und mehr die Frauen an.

Die einseitige Männlichkeit, die in offiziellen Systemen wie der Religion, der Wirt- und Wissenschaft, der Justiz oder der Politik vorherrscht, ist nicht mehr zeitgemäß. Die Welt ist aus den Fugen geraten. Während gerade die dominante Männlichkeit wie im Finanzsystem mit Pauken und Trompeten untergeht, brauchen wir ein neues Gleichgewicht. In uns ist es das Gleichgewicht der linken und rechten Gehirnhälfte, das Gleichgewicht des Verstandes und der Intuition. Das Hauptprinzip der Weiblichkeit ist die LIEBE. Wenn sich diese LIEBE mit dem Hauptprinzip des Männlichen, des LICHTES vereinigt, werden wir HARMONIE, FRIEDEN und wahre SCHÖPFERKRAFT erleben.