Menschen haben häufig das Bedürfnis, bereits Vorgedachtes und -gefertigtes zu übernehmen. Wenn “Experten” es sagen, wird es schon stimmen. Wenn eine bestimmte Denkrichtung schon viele Jahre auf dem Buckel hat, wird sie schon richtig sein. In der Schule und in der Uni wird einfach reproduziert, was Andere für uns vorgedacht haben. Und politische Denke wird uns auch nicht zugetraut, das müssen wir den Repräsentanten überlassen.
Selbst auf dem spirituellen Weg nehmen viele einfach die Lehren eines Lehres/Gurus oder einer Religion widerspruchslos auf, zahlen am Besten noch viel dafür und merken gar nicht, dass es vielleicht auch ihren ganz eigenen Weg geben könnte, den es zu entdecken gilt. Aber das ist nun mal leider unbekanntes Terrain. Da ist es doch viel einfacher, einfach mal Buddhist zu werden. Ich lächle immer in mich hinein, wenn mir Leute sagen, dass sie Buddhisten sind, weil sie beispielsweise an Wiedergeburt glauben. Etwas zu sein, erfordert dann doch ein bisschen mehr. Aber ich fand es immer auch befremdlich, wenn jemand sich dumm und dusselig büffelt, um ein total sattelfester Buddhist zu werden. Eigenes Denken, Erleben und Erkennen ist da meiner Ansicht nach nicht so gefragt. Aber sollten wir nicht selbst wissen, was gut für uns ist?
Ich habe gerade intuitiv aus einem Sammelsurium eigener Erfahrungen eine Yoga-Meditations-Licht-Liebes-Klang-Übung kreiert. Sie beinhaltet alles das, was ich wunderbar finde, alles was bei mir ausgezeichnet funktioniert und alles, was ich mir in meinem Leben wünsche. Eine ganzheitliche Übung nur für mich : ) Aber selbstredend werde ich sie mit Dir teilen, wobei Du aber auch darauf achten könntest, Dich genau zu fragen, was Du Dir alles wünscht und herauszufinden, was bei Dir gut funktioniert.
Bevor ich von der Übung berichte, möchte ich noch mal kurz zurückdrehen. Und zwar habe ich in der Vergangenheit andere Übungen nachgeahmt, wie etwa die Kommunionen der Essener oder die Reinigung mit LICHT und LIEBE, die MARYAM lehrt. Das tue ich jetzt auch, nur eben auf meine Art. Früher bin ich oft mit dem Gedanken abgeschweift oder glatt weggepennt, wenn ich mich eigentlich über längere Zeit innerlich konzentrieren wollte. Fragt sich, ob ich einfach nicht diszipliniert genug war und ich mir in den Hintern hätte treten sollen oder ich mir zu verstehen geben wollte, dass diese Übungen eben nicht meine waren.
Jetzt hatte ich ja vor einiger Zeit entdeckt, dass es ganz hervorragend ist, wenn ich einfach meine Fußsohlen aneinanderlege. Dieser simple Schritt führt dazu, dass ich DA bin. Dass ich präsent bin, wach, heiter und freudig. Beim Yoga, was ich seit einiger Zeit auf Anraten meiner Frau betreibe, wurde ich zu bewusstem Atem inspiriert. Tief bis hinunter in die Fußspitzen durch die Nase einatmen und allen Ballast durch den Mund wieder rausatmen. Vor der Übung gehe ich im HERZEN in die LIEBE, wie ich es bei MARYAM gelernt habe. Ich sage außerdem meinen Satz ICH BIN DA und ICH LIEBE MICH, was ebenfalls eine außerordentliche Wirkung entfaltet. Kannste ja schon mal ausprobieren: Hinlegen, Fußsohlen zusammen, Hände über dem Kopf aneinanderlegen, ICH GEHE IN RESONANZ ZUR BEDINGUNGSLOSEN LIEBE, ICH BIN DA und ICH LIEBE MICH sagen, durch die Nase einatmend die gefalteten Hände fließend nach unten über Körper und sie beim Ausatmen ausgebreitet am Körper vorbei wieder nach oben führen. Weiß gerade nicht, ob es anhand der Worte nachvollziehbar ist, aber ich hoffe es einfach mal. Das habe ich neulich gemacht und es hat eine enorme innere Kraft entfaltet. Dann machte ich intuitiv weiter.
Bei der Logopädie habe ich neulich gelernt, dass jeder Vokal in einem anderen Bereich des Körpers gebildet wird und zwar dort, wo auch die Chakren liegen. Das war eine enorme Erkenntnis für mich, denn ich wusste intuitiv, dass der Klang der Vokale eine wesentliche Rolle für die gesamte Schöpfung spielt. Ganz oben aus dem Stirnchakra, auch drittes Auge genannt wird das I gebildet, darunter im Kehlkopf das E, im HERZEN das A, im Solarplexus das O und ganz unten im Wurzelchakra das U. Also habe ich einfach mal nach jedem Einatmen an ein Chakra gedacht und den dazugehörigen Vokal getönt. Tönen flasht ungemein, gerade gemeinsam mit Anderen. Dann habe ich noch, inspiriert durch die Kommunionen der Essener, immer das eingeatmet, was ich mir aus dem jeweiligen Chakrenbereich von HERZEN wünsche. Aus dem dritten Auge wünschte ich mir Kreativität und Ideen, aus dem Hals wahrhaftige Worte, die immer in dem richtigen Ton gesprochen werden, aus dem HERZEN wünschte ich mir EINSSEIN mit GOTT, aus dem Solarplexus Gelassenheit und aus dem Wurzelchakra Erdung und Kraft. Das alles wünsche ich mir von HERZEN. Also habe ich es in die Übung eingebaut. EINSSEIN mit GOTT einatmen während die gefalteten Hände am Körper entlang runterwandern, fühlen, dass das EINSSEIN wie ein Scanner jede Zelle erreicht und anschließend die geöffneten ausgestreckten Hände am Körper vorbeiführen, also das EINSSEIN mit allem teilen und dazu das A tönen. Das mache ich mit allen Chakren mehrmals durch. Nachdem ich beim U angelangt bin, atme ich FREUDE ein, denn schließlich bin ich HERR FREUDE und möchte von HERZEN FREUDE geben und töne DA. Diese Übung ist meine ganz eigene, die Du natürlich für Dich transformieren kannst, wie Du willst. Schön finde ich dabei auch noch, dass ich mit den aneinandergelegten Händen und Füßen wie eine Acht, also wie die Unendlichkeit geformt bin. Mal sehen, ob die Übung sich noch weiter entwickeln wird. Und das Schöne ist, dass sie nicht allzu viel Zeit in Anspruch nimmt und dolle Bock bringt, so dass ich sie oft, vielleicht sogar annähernd täglich ausüben werde. Mal sehen mit welchem Ergebnis.
Wir können uns ruhig von Anderen, anderen Denkrichtungen und spirituellen Schulen inspirieren lassen. Ich glaube aber, dass wir aus all dem unseren Weg finden sollten. Dieser uns eigene Weg führt dazu, dass wir uns bestmöglich entwickeln. So fühlt es sich zumindest für mich an.




