Natur ist wirklich etwas Großartiges. Egal wo ich hinschaue, wenn ich die Natur betrachte, entdecke ich Wunder um Wunder. Dass zarte Pflänzchen Asphalt durchbrechen, dass Fische flussaufwärts im Wasser bewegungslos “stehen” können, dass es keinerlei Energieverlust, dafür aber fruchtbare Umwandlung gibt, dass alles im Gleichgewicht ist, wie perfekt Insekten gebaut und organisiert sind, welche Kraft Bäume haben - Wunder über Wunder.

Ein weiteres kleines Wunder entdeckte ich vor einiger Zeit auf meinem Balkon. Ich hatte in meiner unnachahmlichen Art sämtliche Blumenkästen unbepflanzt gelassen und mir auch nicht die Mühe gemacht, die Erde aus den Töpfen zu entfernen. Ein trauriger Anblick. Im letzten Jahr brauchte es das Engagement meiner Eltern, dass zumindest zwei Sorten Blumen wuchsen.

Dann geschah das kleine Wunder. Zarte Triebe lugten aus der trockenen, übrig gebliebenen Erde heraus. Und nicht nur ein Trieb und auch kein “Unkraut”, was eigentlich einen anderen Namen verdient hätte, sondern tatsächlich Triebe, die mein Vater als Blumentriebe identifiziert hat. Und wenige Zeit später wuchs und blühte es, dass mir die Spucke wegblieb. Rosane, lilina und weiße Löwenmäulchen, gelbe und orangene Ringelblumen, eine Blumenranke, eine wild wuchernde Blume mit weißen Blüten. Wo kamen die bloß alle her? Eigentlich wurscht, die Blumen wollten bei uns sein, sie werden geliebt und schmücken unseren Balkon. Für mich wirklich ein kleines Wunder!