Aus gegebenem Anlass werde ich mich mal dem Thema widmen, das landläufig als Krankheit bezeichnet wird. Ich habe nämlich gestern nach anfänglichem Schwindel und Wackeligkeit ne ordentliche Oral-Fontäne in die Schüssel gesetzt. Und was liegt da näher, als sich diesem Phänomen zu widmen?
In meinem Studium fand ich zunächst das Fach Gesundheitspsychologie am Spannendsten. Was ist überhaupt Krankheit, wurde dort gefragt. Viele würden es vielleicht als Abwesenheit von Gesundheit definieren. Aber vielleicht ist ja Krankheit auch ein Zwischenschritt zu mehr Gesundheit?
Wenn ich Krankheitssymptome aufweise, sage ich niemals den Satz: Ich bin krank. Erst dadurch sind wir es nämlich. Ich definiere Symptome so, dass irgendwelche Umstrukturierungsmaßnahmen meiner Zellen stattfinden oder ich auf ein Problem in mir hingewiesen werde, worum ich mich kümmern soll. Krankheiten sind nämlich ein Hinweis darauf, dass irgendetwas in Uns nicht in Harmonie ist. Und wenn das so ist, dann sollten wir uns darum kümmern. Dafür eignet sich eine Krankheit ganz hervorragend. Wir können uns hinwenden, SEIN, können mit der LIEBE an der Ursache des Problems arbeiten. Dazu gehen wir im HERZEN in Resonanz zur BEDINGUNGSLOSEN LIEBE, spüren, wie sich unser HERZ weitet und lenken sie dann auf die Ursache der Disharmonie. Dieser Vorgang kann ein Weilchen dauern, lohnt sich aber dicke!
Die Pharmazie macht meistens, etwas überspitzt, folgendes: Wenn wir Krankheitssymptome als Warn- oder Kontrollhinweise unseres Körpers begreifen und diese in uns aufleuchten, kleben Medikamente die Warnung einfach zu. Wie in einem Auto, wo wir fix mal die Ölanzeige zukleben und so das Problem scheinbar aus der Welt schaffen. Das ist natürlich etwas überspitzt, denn auch bei Medikamenten funktionieren unsere Selbstheilungskräfte, die eifrig mitwirken. Und für die Zeit, in der wir noch nicht in der Lage sind, unsere Heilungskräfte gezielt einzusetzen, können Medikamente im Moment noch eine große Hilfe sein. Aber sie sind Hilfe, niemals Lösung.
Etwa 30% aller Heilung geht auf das Konto von sogenannten Plazeboeffekten, also Selbstheilungseffekten durch den Glauben daran. Der Gegenpart dieses Phänomens ist der Nozeboeffekt, der durch Angst, den Glauben durch Unheilbarkeit oder den Glauben an den linearen Verlauf von Krankheit erzeugt wird. Und da schätzungsweise die meisten Gedanken der Menschen negativer Natur sind, kann man sich denken, welchen Einfluss dieser Effekt auf unsere Gesundheit hat.
Neulich hatte mein Kind Scharlach, bei mir traten Symptome auf, aber ich dachte nicht daran die gleiche Krankheit zu bekommen, sondern arbeitete an mir, war zuversichtlich und wurde gesund, bevor ich überhaupt krank wurde. Wir haben es in der Hand. Die 50 Billionen Zellen, die unser Körper sind, gehören uns und wir können diese Zellen leiten. Woher wissen wir denn, dass Unwohlsein schlimm ist? Eine Geburt ist auch nicht gerade lustig, aber das Ergebnis ist doch wirklich herrlich. Es liegt an uns, die Dinge zu interpretieren. Und so sehe ich auch das ständige Vorbeten von der Dringlichkeit von Vorsorgen äußerst kritisch. Was wäre, wenn wir dauernd hier und da mal Krebszellen aufweisen würden, die sich aber von selbst und durch unser Zutun wieder normalisieren würden? Erst dann, wenn sie entdeckt würden, bekämen wir die Schockdiagnose und der Nozeboeffekt würde den Rest besorgen. Auch bei Vorsorgen ist die Motivation nicht die Gesundheit, sondern ordentlich Kohle mit Chemo zu verdienen und kräftig Angst zu streuen. Zumindest von höchster Stelle. Ärzte, die einfach gelernt haben, dass Früherkennung ein Schlüssel zur Heilung ist, handeln durchaus ehrenwert. Was aber trotzdem nicht heißt, dass es gut so ist.
Wir sind Chef über unsere Gesundheit. Symptome sind Hinweise, dass wir nicht in Harmonie sind. So werde ich mich weiter um meine derzeitige Disharmonie kümmern und freudig dem entgegensehen, was eintritt, wenn ich wieder in Harmonie bin.




