Jeder Gedanke und jede Tat haben einen Grund. Eine Motivation, der wir uns bewusst sein können oder auch nicht.
Bevor ich meinen Blog gestartet habe, fragte mich ein lieber spiritueller Wegbegleiter, was denn meine Motivation dafür sei. Was also meine Absicht sei, die dem Projekt zugrunde liegt. Bei der Antwort eierte ich herum: ,Eine Bewegung wolle ich inszenieren, eine Bewegung die nach LIEBE strebe. Außerdem wolle ich FREUDE vermitteln.´ Peter schien nicht überzeugt. Ich hatte ihn zuvor gefragt, ob er in irgendeiner Form mitwirken wolle, weil ich mich ihm sehr nah fühle. Da ich allerdings nicht überzeugend meine Motivation vermitteln konnte und er sich nicht sicher war, ob nicht doch der Gedanke des Missionierens mitspielen und doch noch eine Ego-Beteiligung vorliegen würde, lehnte er sehr freundlich ab.
Beim letzten offenen Abend bei MARYAM fragte mich Peter noch einmal nach meiner Motivation. Er sagte, dass er die Texte sehr schön geschrieben fand, dass ihm aber immer noch nicht so ganz klar sei, wovon ich motiviert sei. Es würde aus den Texten nicht ganz deutlich werden. Dies fiel mir ja auch schon auf, wie ich hier beschrieben habe. Was will ich überhaupt und warum mache ich das?
Darüber sollten wir uns ausführlich Gedanken machen, um auszuschließen, dass wir Irrwege gehen. Tja, aber jetzt mal Butter bei die Fische. Was ist denn nun meine Motivation? Wollte ich eine Bewegung inszenieren, die zu LIEBE führt, könnte ich gleich einpacken, weil es bisher allenfalls ein paar Schrittchen dorthin zu verzeichnen gibt. Und macht denn das Lesen von Nachrichten zum elften September wirklich FREUDE? Wohl kaum. Also kann meine ursprünglich gedachte Absicht doch nicht die sein, die es tatsächlich ist.
Ich glaube, jetzt hab ich’s. Ich weiß, warum ich Dir hier schreibe: Ich möchte Dich an meinem Beispiel inspirieren. Dir meine Philosophie von DA-lang, DA-hin, DA-SEIN aufzeigen.
So ist es! Indem ich meine Fehler, Irrwege, Fortschritte und Einsichten offen legen, helfe ich Dir vielleicht, Deinen Weg ebenfalls genauer zu beleuchten. Ich erzähle Dir das, was mich beschäftigt. Wie einem guten Freund, mit dem man Persönliches teilt. Mir hilft es auf jeden Fall immer sehr, wenn Andere mir ihre Sicht der Dinge mitteilen und sehr persönlich aus ihrem Leben erzählen. Und was ich mir von Anderen wünsche, das tue ich auch. Alles andere wäre ein Bruch meiner INTEGRITÄT. Es sollte nicht nur heißen „Was Du nicht willst, dass man Dir tut, das füge keinem Andern zu“ sondern auch „Was Du willst, dass man Dir gibt, das gebe auch den Anderen.“ Hat nicht so eine schöne Melodie, stimmt aber zumindest inhaltlich. Ich lasse mich liebend gern am Beispiel Anderer inspirieren, also tue ich es einfach auch. Jawoll!
Wenn wir uns an diese kleinen Sätze halten, wenn wir uns also absolut INTEGER verhalten würden, hätten wir etliche Probleme weniger und dafür einiges mehr an FREUDE und FRIEDEN.
Ich bin überzeugt, dass das Klarwerden der Motivation ein wesentlicher Bestandteil zu einem bewusstem Leben ist. Wir lernen dann auch, uns nicht manipulieren zu lassen. Die Motivation zu durchschauen, heißt die Absicht zu erkennen. Denn wenn wir uns beispielsweise im Klaren sind, dass die Motivation der Politik, der Wirtschaft oder des Gesundheitswesens nie das Allgemeinwohl, sondern stattdessen Macht, Kontrolle und Profit sind, dann werden wir zukünftig gegen Propaganda immun sein.

Und wenn wir unsere Motivation erkennen und uns diese nicht gefällt, dann können wir etwas dafür tun, dass wir eins mit unserer Absicht werden. Und das heißt, dass wir INTEGER sein werden. Das heißt, dass wir GANZ sein werden. Das heißt, dass wir EINS sein werden. Und das heißt für mich, dass ich in Zukunft genauer unter die Lupe nehmen werde, wenn ich mir Trash im Fernsehen einverleiben, ein Bier trinken oder der Faulheit frönen möchte. Dies wird eine meiner zentralen kommenden Aufgaben sein. Und auch wenn´s hart wird, ich FREUE mich drauf.